Das Hauptportal

Das Hauptportal hat der Strümpfelbacher Künstler Prof. Karl Ulrich Nuss in den Jahren 1974 und 1975 geschaffen und der Kirchengemeinde gestiftet.

Die Grundidee zum Entwurf dieses Bronzeportals war die Gegenüberstellung von menschlichem Ungeist – und wozu er imstande ist (linker Türflügel), und Gottes gutem Geist – und was er bewirkt (rechter Türflügel).

Daraus entwickelt sich der Bildaufbau der beiden Türflügel, den man links von unten nach oben, anschließend rechts von oben nach unten wie auch in der konkreten parallelen Gegenüberstellung von alt- und neutestamentlicher Geschichte betrachten kann und soll. 

 

 

 
Das Hauptportal

Das Hauptportal

 
 

Oben links

Der Turmbau zu Babel

Der Turmbau zu Babel

Als Hauptgeschichte und Höhepunkt für den menschlichen Ungeist steht die Geschichte vom Turmbau zu Babel mit der Verwirrung der Sprachen. Die Menschen verstehen einander nicht mehr, auch wenn die Wörter die gleichen sind (1. Mose 11,1-9) 

Oben rechts

Ausgießung des Heiligen Geistes

Ausgießung des Heiligen Geistes

Als Hauptgeschichte und Höhepunkt für Gottes guten Geist steht die Geschichte von der Ausgießung des Heili­gen Geistes, also die Pfingstgeschichte. Jetzt das Wunder des Verstehens! Die Menschen verstehen einander, ob­wohl sie verschiedene Sprachen sprechen (Apg. 2,1-36) 

Linker Türflügel von unten nach oben

Linker Türflügel

Linker Türflügel

  • Sündenfall und Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies (1. Mose 3)
  • Kain ermordet seinen Bruder Abel (1. Mose 4,1-16)
  • Der Turmbau zu Babel – Die Menschen wollen sein wie Gott; die Folge ist, dass kein Mensch den anderen mehr versteht (1. Mose 11,1-9)

Rechter Türflügel von oben nach unten

Rechter Türflügel

Rechter Türflügel

  • Das Pfingstwunder – Gott erfüllt die Menschen mit sei­nem Heiligen Geist und wildfremde Menschen verste­hen einander plötzlich, selbst dann, wenn sie unter­schiedlicher Herkunft und Sprache sind (Apg 2,1-36).
  • Der barmherzige Samariter (Lk 10,25-37)
  • Die Heimkehr des verlorenen Sohnes (Lk 15,11-32)

                                                    

 

Die Geschichten links stammen alle aus der biblischen Ur­geschichte (1. Mose 1-11). Sie wollen jedoch keineswegs sagen: So war es einmal vor langer Zeit. Sie bringen viel­mehr zum Ausdruck: So ist es! So sind die Menschen – wir Menschen! – Heute immer noch. Das Neue Testament berichtet von einem Ereignis, in dem von Gott die Rede ist, der den Himmel verlässt, um durch seinen guten Geist, den Heiligen Geist, bei den Menschen zu sein. Das thematisiert der rechte Türflügel mit der Pfingstgeschichte. Gott selbst schafft an diesem 50. Tag nach Ostern das Wunder der Verständigung.

Eine Tür ist dazu da, dass man hindurchgeht von der einen zur anderen Seite. Lasst uns das Bronzeportal als Ein­ladung sehen, immer wieder hinüber zu treten von der Seite des menschlichen Ungeistes in den Wirkungsbereich des Geistes Gottes.